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Captcha in Formularen: Warum du das wirklich brauchst

Kontaktformular, Newsletter-Anmeldung, Registrierung, „Passwort vergessen“: Genau diese Stellen sind für Bots besonders attraktiv. Denn hier können automatisierte Skripte in kurzer Zeit Spam verschicken, Accounts anlegen, Brute-Force-Versuche starten oder deine Systeme mit unnötigen Requests fluten.

Wenn du schon mal ein Kontaktformular hattest, das plötzlich 100+ Spam-Anfragen am Tag kassiert, weißt du: Das ist nicht nur nervig – das kann im schlimmsten Fall Support, Reputation und Infrastruktur belasten. Und um genau das zu verhindern gibt es Captchas.

In diesem Artikel schauen wir uns an:

Hinweis: Der folgende Beitrag ist keine Rechtsberatung! Wir zeigen dir hier nur den Stand der bekannten Risiken, Entscheidungen und typischen Fallstricke – damit du für deinen Shop eine informierte Entscheidung treffen kannst.

Was ist ein Captcha – und was ist der Sinn dahinter?

Captcha steht klassisch für „Completely Automated Public Turing Test to tell Computers and Humans Apart“. Übersetzt: ein Test, der Menschen von automatisierten Programmen unterscheiden soll.
Der Sinn ist dabei nicht, „Hacker zu stoppen“. Ein Captcha ist kein Allheilmittel. Es ist ein Baustein, der sehr gezielt eine Sache tut: Bots von Menschen zu erkennen und dann konsequent abzuweisen.

Captcha-Ziel: Automatisierung unattraktiv machen

Bots arbeiten mit Masse. Ein Bot ist dann erfolgreich, wenn er in kurzer Zeit:

  • sehr viele Formulare absendet (Spam),
  • sehr viele Accounts registriert (Fake-Accounts),
  • sehr viele Passwörter ausprobiert (Brute Force),
  • sehr viele Anfragen erzeugt (DoS-artige Lastspitzen).

Ein Captcha soll diese Skalierung bremsen – entweder durch:

  • Interaktion (Klick, Bilderrätsel),
  • Hintergrundprüfungen,
  • Proof-of-Work (kleine Rechenaufgabe im Browser),
  • oder Kombinationen daraus.

Shopware selbst empfiehlt den Einsatz von Captchas Captchas als Sicherheitsmaßnahme explizit, weil sie aktiv dabei helfen Spam durch Erkennung von maschinengesteuerten Zugriffen und den daraus entstehenden Missbrauch zu verhindern.

Warum ist ein Captcha gerade bei Formularen sinnvoll?

Formulare sind die „Eingangstür“ deines Shops. Und alles, was eine Eingangstür hat, wird auf Zutrittsmöglichkeit getestet.

Typische Probleme ohne Captcha in deinem Shop

Wenn du bisher kein Captcha eingesetzt hast, wirst du vermutlich mindestens eines oder mehrere der folgenden Phänomene kennen:

  • Kontaktformular-Spam: unnötige Tickets, verstopfte Postfächer, verpasste echte Anfragen
  • Newsletter-Spam: kaputte Listenqualität, höhere Versandkosten, schlechtere Zustellraten
  • Fake-Registrierungen: Datenmüll, Betrugsrisiko, unklare KPIs
  • Credential Stuffing / Brute Force: erhöhte Last, Accountübernahmen
  • Form Flooding: Systemressourcen werden gebunden – deine Seitenladezeit kann rapide sinken

Ein Captcha ist dabei oft die schnellste Maßnahme mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis – weil du genau die Angriffsfläche absicherst, die am häufigsten automatisiert angegriffen wird: Formulare!

Aber: Captchas dürfen keine Conversions killen

Im Shop-Kontext gilt immer: Bot-Schutz ist nur dann gut, wenn er echte Nutzer nicht ausbremst!
Bilderrätsel, schwer lesbare Zeichen oder „klicke alle Ampeln“ sind im Alltag:

  • nervig
  • fehleranfällig
  • oft schlecht barrierefrei,
  • und können Conversions durch entnervte Nutzer kosten.

Deshalb sind moderne Captcha-Ansätze so interessant: Sie laufen möglichst unsichtbar im Hintergrund – ohne dass dein Kunde aus dem „Flow“ fliegt. Keine kryptischen und kaum lesbaren Buchstaben oder fraglichen Bildfragmente in Kacheln. Wer hier getestet wird ist nicht der Nutzer – sondern der Browser! Ein Bot führt meist viele Prozesse gleichzeitig aus und versucht auf vielen Wegen „in den Shop zu kommen“. Der Browser eines menschlichen Nutzers kann sich voll auf die Darstellung der aktuellen Seite „konzentrieren“ und ihm steht dadurch deutlich mehr Rechenleistung zur Verfügung. Wenn ein Zugriffsversuch durch fehlende „Rechenpower“ keine vergleichsweise „einfachen“ Rätsel lösen kann, liegt der Verdacht sehr nahe, dass es sich um einen Bot handeln könnte.

Warum Google Recaptcha in Europa datenschutzrechtlich so oft problematisch ist

Viele Shops nutzen seit vielen Jahren den Captcha Dienst von Google: das „Recaptcha“. Einmal installiert, testet Recaptcha zuverlässig ob es sich beim Zugriff um einen Bot oder Menschen handelt könnte. Dabei wendet Recaptcha u.A. genau den oben beschriebenen Vorgang und testet Zugreifende anhand von Rätseln. Wird ein Bot erkannt, kann das Formular nicht mehr ausgelöst werden und das Spamaufkommen sinkt sehr deutlich.

Google`s Recaptcha verarbeitet Daten – und Google sagt das selbst

Um Google Recaptcha nutzen zu dürfen, akzeptierst du Googles Bedingungen. Dort steht sinngemäß, dass die Recaptcha-API auf dem Sammeln von Hardware-/Software-Informationen (z. B. Geräte- und Anwendungsdaten) basiert und diese zur Analyse an Google gesendet werden.

Das ist der Kern der Problematik: Google Recaptcha arbeitet typischerweise nicht nur mit „Ja/Nein“-Eingaben, sondern mit Verhaltens- und Kontextsignalen, die von Google bewertet werden. Und um diese Signale bewerten zu können, muss Google sie zunächst verarbeiten & prüfen. Um diese Signale verarbeiten und prüfen zu können, muss Google sie aber zuerst erhalten – also musst du sie nach Google senden! Du kannst also vor der Analyse der Daten nicht wissen, ob sich ein Bot über dein Formular hermacht oder ob ein menschlicher Nutzer versucht das Formular auszufüllen. Daher muss dein Shop jeden Zugreifenden und dessen Daten zur Analyse nach Google senden. Ohne Einverständnis des (menschlichen) Nutzers geht das aber datenschutzrechtlich „sauber“ innerhalb der EU nicht!

Einwilligungspflicht durch ePrivacy / Cookie-Recht (oft der härteste Punkt)

In Europa ist nicht nur die DSGVO relevant, sondern auch das Thema „Zugriff auf Endgeräteinformationen (Cookies/ähnliche Technologien)“. In Deutschland wird das über §25 TTDSG bzw. heute entsprechende Regelungen (DDG/Telekommunikationsrecht) diskutiert; in Frankreich z. B. über Art. 82 der „Loi Informatique et Libertés“ (ePrivacy-Umsetzung).

Warum ist das wichtig?

Weil viele Aufsichtsbehörden und Gerichte sagen: Wenn ein Dienst nicht technisch notwendig ist, brauchst du vor Datenweitergabe an Dritte eine Einwilligung! Wichtig zu wissen ist, dass ein technisch notwendiger Dienst nicht deswegen notwendig wird, weil du ihn als notwendig erachtest!

Ein Dienst gilt im Cookie-/ePrivacy-Sinn nur dann als „technisch notwendig“ (bzw. „unbedingt erforderlich“), wenn er zwingend gebraucht wird, damit die vom Nutzer ausdrücklich gewünschte Funktion überhaupt funktioniert – und es keine weniger eingriffsintensive Alternative gibt.

Typische Kriterien aus der Praxis sind bspw.:

  • Ohne den Dienst geht’s nicht: Die konkrete Funktion bricht sonst weg (z. B. Warenkorb, Login/Session, Checkout-Schritte).
  • Vom Nutzer ausdrücklich gewünscht: Er hat die Funktion aktiv angefordert (z. B. „im Warenkorb speichern“, „einloggen“, „Formular absenden“).
  • Zweckbindung & Minimalität: Nur das, was für genau diese Funktion nötig ist (kein Tracking/Marketing „nebenbei“).
  • Keine Komfort-/Optimierungszwecke: Dinge wie Analytics, Marketing, Personalisierung sind in der Regel nicht „notwendig“.

Genau dazu gibt es sehr konkrete Entscheidungen:

Wichtig: Das heißt nicht, dass „Google Recaptcha immer illegal ist“. Aber: Ohne saubere Einwilligung + Transparenz ist es in vielen Setups juristisch zumindest angreifbar. Konsequent bis zum Ende gedacht müsste der Bot also der Analyse seiner Daten zuerst zustimmen um im Anschluss dann wieder abgewiesen zu werden. Damit ist der zu erwartende Nutzen für dich natürlich obsolet …

Warum Google reCAPTCHA abmahngefährdet sein kann

„Abmahngefährdet“ heißt nicht automatisch „du bekommst sicher Post“. Es heißt: Es gibt reale Angriffspunkte, die in der Praxis immer wieder genutzt werden.

Typischer Abmahnauslöser: Externe Einbindung + Datenübertragung ohne Einwilligung

Wenn Google`s Recaptcha (oder vergleichbare Google-Dienste) beim Laden einer Seite bereits Daten an Google sendet, ohne dass vorher eine gültige Einwilligung vorliegt, ist das ein klassischer Angriffsvektor.

Dass solche Themen in der Praxis zu Abmahnwellen / Ansprüchen führen können, ist im Umfeld von Google-Diensten (z. B. Fonts / Maps / Recaptcha) seit Jahren ein wiederkehrendes Muster. Es gibt zahlreiche Hinweise aus der Praxis, dass genau diese Datenübertragungen als Hebel genutzt werden und in der Vergangenheit zu weiten „Abmahnwellen“ geführt haben.

„DSGVO-Anfragen“ als Druckmittel

Ein aktuellerer Trend (und extrem nervig): Manche Akteure nutzen Datenschutzanfragen und vermeintliche Verstöße als Druckmittel, um Zahlungen zu provozieren oder Betreiber einzuschüchtern. Das ist nicht immer eine klassische Abmahnung im juristischen Sinn – aber es zeigt, dass solche Angriffsflächen praktisch genutzt werden.

Risiko auch ohne „böse Absicht“

Selbst wenn niemand abmahnt: Google`s Recaptcha kann dir intern Probleme machen – z. B. wenn du Audits hast, du mit B2B-Kunden arbeitest, ein Datenschutzbeauftragter nachfragt oder du externe Security- / Compliance-Anforderungen erfüllen musst.
Kurz: Es ist nicht nur ein „Angstthema“. Es ist ein reales Compliance- und Reputationsrisiko.

Wichtiges Update 2026: Google kündigt ein neues Betriebsmodell für reCAPTCHA an

Das Thema ist dynamisch: Laut einem aktuellen Bericht (heise) hat Google angekündigt, Recaptcha ab 02. April 2026 global in Richtung Auftragsverarbeitung / Cloud-Service-Modell umzustellen – also weg vom bisherigen Modell, in dem Google oft als eigenständiger Verantwortlicher agierte.

Was bedeutet das für dich?

  • Es kann sein, dass Google das aktuelle Recaptcha rechtlich „nachschärft“ und du als Betreiber dadurch mehr Compliance-Werkzeuge bekommst, um Recaptcha datenschutzkonform(er) betreiben kannst.

Aber: Das löst nicht automatisch alle Probleme, weil weiterhin gilt:

  • Wird das Google Recaptcha vor der Einwilligung des Nutzers geladen?
  • Welche Nutzerdaten fließen nach Google?
  • Ist der Dienst wirklich notwendig? Nur weil du Spam in deinem Postfach / deinem Support vermeiden willst, führt das nicht automatisch zur „Notwendigkeit“ der Datenverarbeitung durch Google aus der Sicht des Nutzers (!)

Wenn du heute eine Lösung willst, die nicht von Googles Modellwechseln, Drittlandtransfer-Debatten und Consent-Banner-Kleinteiligkeit abhängt, ist eine lokal laufende Captcha-Lösung ohne externe Skripte meist der pragmatischste und datenschutzrechtlich „sauberste“ Weg!

Und genau hier kommt unsere Shopware Erweiterung „Advanced GDPR Friendly Captcha“ ins Spiel.

Die Lösung für Shopware 6: Advanced GDPR-Friendly Captcha

Unsere Shopware Erweiterung Advanced GDPR-Friendly Captcha ist dafür gebaut, genau diese Lücke zu schließen: zuverlässiger Bot-Schutz für Shopware-Formulare – ohne externe Captcha-Dienste, ohne Tracking, ohne Cookies, ohne zusätzliche Verträge. Einfach installieren, aktivieren & konfigurieren – fertig!

Das Wichtigste zuerst: 100% datenschutzkonform, weil keine externen Skripte geladen werden

Das Plugin läuft vollständig in deinem Shopware-System, ohne dass du Drittanbieter-Skripte (z. B. Google) einbinden musst. Es werden auch keine Daten an Dritte übertragen, es gibt kein Tracking und keine Abhängigkeit von externen Captcha-Services! Alle Daten werden nur zwischen Nutzern und deinem Shop ausgetauscht und stehen keinem Dritten zur Verfügung.

Genau das ist in der Praxis der „Datenschutz-Hebel“:

  • keine externen Requests zu irgendwem
  • keine Drittanbieter-Komponenten
  • keine zusätzlichen Auftragsverarbeitungsverträge
  • keine laufenden Zusatzkosten für Captcha-Services

Proof-of-Work statt Bilderrätsel: Benutzerfreundlich und bot-unattraktiv

Statt „Klicke alle Ampeln“ setzt das Plugin auf eine unauffällige Hintergrundprüfung, basierend auf einem Proof-of-Work-Ansatz (ALTCHA-ähnlich), der im Browser ausgeführt wird.

ALTCHA ist ein datenschutzfreundlicher Captcha-Ansatz ohne Tracking, der statt Bilderrätseln auf Proof-of-Work setzt: Der Browser löst im Hintergrund eine kleine Rechenaufgabe und sendet den Nachweis mit – für echte Nutzer kaum spürbar, für Bots bei Massenspam aber teuer und langsam.

Proof of Work heißt: Der Browser muss vor dem Absenden die oben genannte kleine Rechenaufgabe lösen und den Nachweis mitschicken. Für echte Nutzer wirklich kaum spürbar – für Bots bei vielen Anfragen aber zeit- und ressourcenintensiv, wodurch Spam unattraktiv wird.

Das Prinzip ist simpel:

  • Ein echter Besucher merkt davon kaum etwas.
  • Ein Bot muss für jeden Request Rechenarbeit leisten.
  • Massenspam wird dadurch teuer und langsam.

Spammer lassen so lieber „die Finger von deinem Shop“ und wechseln zu einem Shop, der kein Captcha einsetzt, weil sie bei dir viel mehr Ressourcen investieren müssten um zum Ziel zu kommen. Spammer haben aber keine Ressourcen …

Features & Konfiguration: Was du mit dem Plugin einstellen kannst

Du kannst unser Plugin direkt in deinem Shopwares Shop installieren und gezielt für Formulare aktivieren – z. B. für Kontakt, Registrierung oder den Newsletter.

Einrichtung in wenigen Minuten

  1. Plugin installieren & aktivieren
  2. In der Administration unter Erweiterungen → Meine Erweiterungen → Advanced GDPR Friendly Captcha → Konfigurieren die Plugin-Konfiguration prüfen

Wichtig: Ein Secret Key wird automatisch generiert – in vielen Fällen musst du gar nichts anfassen.

Schutzstärke individuell anpassbar

Du kannst die Schutzstärke (= „Schwierigkeit“ des Rätels) konfigurieren (z. B. wenn du sehr aggressiven Spam hast oder wenn du besonders „friktionsarm“ bleiben willst).

Das Bild zeigt die Einstellungen des Advanced GDPR Friendly Captcha von RHIEM Intermedia

Adaptive Difficulty: Automatische Eskalation bei verdächtigen IPs

Wenn du bei deinem Spam Aufkommen die adaptive Schwierigkeit des Rätsels anpassen möchtest, kannst du diese mit einem einfachen Klick auf den Regler aktivieren. „Adaptiv“ bedeutet, dass die Schwierigkeit der Rätsel oder Aufgaben zunimmt, wenn eine bestimmte IP mehrfach versucht mehrfach zuzugreifen. Typischerweise geschieht das, wenn Bots versuchen Formulare abzusenden oder automatisiert Nutzer anzulegen. Wenn du also akute Probleme durch massenhaft ausgelöste Formulare hast, kannst du hier global die Schwierigkeit bei Mehrfach–Operationen einstellen.
Im Standard sind die Eskalationsstufen ausgeschalten – du musst sie einmalig also manuell aktivieren!

Das Eskalations Zeitfenster

Hier stellst du die Zeit in Sekunden ein, in welchem Lösungen gezählt werden. Der Standard steht auf 1 Stunde (= 3.600 Sekunden) und der Zähler wird zurückgesetzt, wenn die IP innerhalb dieses Zeitfensters nicht aktiv war.

Das Bild zeigt die Einstellungen des Advanced GDPR Friendly Captcha von RHIEM Intermedia

Der Eskalationsfaktor

Hier stellst du den Multiplikator ein, der pro Eskalationsstufe auf die Basisschwierigkeit angewendet werden soll. Der Standard ist 1.5 und jede Stufe mehr erhöht die die Schwierigkeit um 50%.

IP-Anonymisierung

Hier kannst du festlegen, wie IP Adressen in den Eskalationseinträgen gespeichert werden sollen. Dies hat Auswirkungen auf die datenschutzrechtlichen Konsequenzen, denn wenn du bspw. die vollständige IP Adresse speichern möchtest, solltest du mit deinem Datenschutzbeauftragten sprechen ob du ggfs. doch eine Einwilligung deiner Besucher brauchst. Wir empfehlen das letzte Oktett der IP Adresse zu anonymisieren, weil es den vertretbaren Kompromiss zwischen dem Schutz der personenbezogenen Daten der Besucher und deinem Interesse Spam abzuwehren entspricht.

Abbau nach Inaktivität

Hier kannst du festlegen, nach wie vielen Stunden ohne Aktivität einzelner IP Adressen die Eskalationseinträge wieder gelöscht werden sollen. Im Standard haben wir hier 24 Stunden vorgesehen.

Abbau Modus

Hier kannst du bestimmen, wie genau die Eskalationseinträge gelöscht werden sollen. Im Modus „Stufe reduzieren“ wird die Eskalationsstufe um einen Schritt pro Zyklus verringert – bei Erreichen der Stufe „0“ wird die IP vollständig gelöscht.
Bei „Eintrag löschen“ wird der Eintrag sofort gelöscht, wenn die IP inaktiv ist. Wir empfehlen den Abbau Modus auf „Stufe reduzieren“ zu belassen.

Escalation Tracking & Replay Detection

Ebenfalls bringt das Plugin direkt ab Start ein

  • DB-basiertes Tracking von Versuchen (gültig/ungültig)
  • Token-Replay-Detection (Schutz gegen wiederverwendete Tokens)

mit.

Admin-Dashboard & Benchmark-Tool

Im Admin-Dashboard (Filter / Sortierung / Bulk-Actions) und im Benchmark-Tool werden dir alle wichtigen Daten angezeigt bzw. Konfiguationen angeboten um passende Difficulty-Werte zu finden, die du in deinen Konfigurationseinstellungen verwenden kannst.

Das Bild zeigt die Einstellungen des Advanced GDPR Friendly Captcha von RHIEM Intermedia

Troubleshooting im Eskalationsdashboard

Auffällige IP Adressen, die versucht haben Formulare auszufüllen, sind im Eskalationsdashboard sichtbar. Hier hast du den Überblick über potenziell auffällige IP`s und kannst daraufhin weitere Schritte prüfen.

Das Bild zeigt die Einstellungen des Advanced GDPR Friendly Captcha von RHIEM Intermedia

Für welche Shops ist Advanced GDPR-Friendly Captcha besonders sinnvoll?

Kurz gesagt: für alle, die…

  • Spam im Kontaktformular, bei Registrierungen oder Newsletter haben,
  • keinen externen Captcha-Dienst anbinden wollen,
  • keine zusätzlichen Verträge/Konten/AVVs wollen,
  • und ein Setup suchen, das datenschutztechnisch „ruhig“ ist.

Gerade im B2B-Umfeld ist das oft Gold wert:

  • B2B-Shops haben häufig höhere Compliance-Anforderungen,
  • IT/Security-Abteilungen reagieren sensibel auf externe Skripte,
  • und Formulare (Kontakt, Angebotsanfrage, Registrierung) sind bei B2B zentral.

Fazit: Bot-Schutz ja – aber nicht um den Preis von Datenschutzrisiken

Ein Captcha ist kein „nice to have“. Es ist ein Sicherheits- und Qualitätsfaktor für deinen Shopbetrieb. Wenn Formulare offen sind, werden sie getestet – und meistens gewinnt ohne Schutz der Bot.

Google Recaptcha ist technisch stark, aber in Europa für viele Betreiber rechtlich und operativ ein Minenfeld: Datenverarbeitung, externe Skripte, ePrivacy / Einwilligung, Transparenzpflichten – und dadurch eine reale Angriffsfläche, die im schlimmsten Fall auch abmahnrelevant werden kann. Entscheidungen und Behördenpraxis zeigen deutlich, dass Recaptcha ohne saubere Einwilligung besonders kritisch ist.

Wenn du stattdessen eine Lösung willst, die:

  • ohne externe Skripte läuft,
  • keine Zusatzdienste braucht,
  • keine versteckten Folgekosten verursacht,
  • sich sauber in Shopware integriert,
  • und trotzdem effektiv gegen Spam/Bots schützt,

…dann ist Advanced GDPR-Friendly Captcha genau dafür gemacht!
👉 Schau dir die Erweiterung im Shopware Store an und sichere deine Formulare ab, bevor aus „ein bisschen Spam“ ein echtes Operativ-Problem wird. Teste die Erweiterung einen Monat lang ohne Kosten und Verpflichtungen, du hast also keinerlei Risiken!

Key Takeaways

  • Captchas schützen besonders Formulare zuverlässig vor Spam, Fake-Registrierungen und automatisierten Angriffen.
  • Google reCAPTCHA verarbeitet Daten und basiert auf Analyse/Signalen, die an Google gesendet werden.
  • In Europa ist reCAPTCHA ohne saubere Einwilligung oft kritisch (ePrivacy/Consent) – dazu gibt es konkrete Entscheidungen (z. B. BVwG Österreich).
  • Dadurch kann reCAPTCHA je nach Einbindung abmahn- bzw. konfliktanfällig sein, weil externe Requests/Datenübertragung ohne gültige Einwilligung angreifbar sind..
  • Advanced GDPR-Friendly Captcha ist eine Shopware-Alternative ohne externe Skripte, ohne Cookies/Tracking und ohne Drittanbieter-Service.
  • Du kannst Schutzstärke, adaptive Eskalation, IP-Anonymisierung und vieles mehr konfigurieren – inklusive Admin-Dashboard & Benchmark.

FAQs

Brauche ich überhaupt ein Captcha, wenn ich wenig Spam habe?

Wenn du Formulare betreibst, ist es meistens nur eine Frage der Zeit, bis Bots sie finden. Ein Captcha ist oft günstiger als die spätere „Spam-Feuerwehr“.

Reicht ein Honeypot nicht aus?

Honeypots sind super als low-friction Basis – aber moderne Bots erkennen sie oft. Bei echtem Spamaufkommen brauchst du meistens etwas Robusteres.

Warum gilt Google reCAPTCHA als datenschutzrechtlich problematisch?

Weil reCAPTCHA auf Daten- und Signalverarbeitung basiert und dabei Informationen (u. a. Geräte-/Anwendungsdaten) an Google zur Analyse überträgt.

Muss ich für Google`s ReCAPTCHA eine Einwilligung einholen?

In vielen Fällen: ja. Gerichts-/Behördenpraxis (z. B. BVwG Österreich) stuft reCAPTCHA nicht als „technisch notwendig“ ein und verlangt daher ausdrückliche Einwilligung.

Ist reCAPTCHA automatisch „illegal“ in der EU?

Nein – aber es ist häufig nur dann vertretbar, wenn Einwilligung/Transparenz/Einbindung wirklich sauber umgesetzt sind und keine Daten vor Consent fließen. Genau das wird in der Praxis oft falsch gemacht.

Warum ist Google ReCAPTCHA abmahngefährdet?

Weil externe Einbindungen (inkl. Datenübertragung) ohne gültige Einwilligung als Rechtsverstoß angegriffen werden können – und weil es immer wieder Wellen von Beschwerden/Ansprüchen rund um Google-Dienste gibt.

Was ist an Advanced GDPR-Friendly Captcha „GDPR-Friendly“?

Es läuft ohne externe Captcha-Dienste, ohne Cookies/Tracking und ohne Datenübertragung an Dritte. Außerdem werden keine externen Skripte geladen.

Muss ich dafür einen externen Dienst buchen oder monatliche Zusatzkosten zahlen?

Nein – das Plugin benötigt keine externen Anbieter, keine zusätzlichen Verträge oder Konten.

Was kann ich konfigurieren, wenn ich besonders viel Spam habe?

Du kannst u. a. die Schutzstärke anpassen, adaptive Difficulty aktiv nutzen (Eskalation bei verdächtigen IPs), Replay-Detection verwenden und IPs in Logs anonymisieren.

Brauchst du noch weitere Informationen rund um Shopware, Themes und Skalierungsmöglichkeiten für deinen Online Shop?

In unserem Blog haben wir Artikel mit zahlreichen Hilfen, Tipps und Anwendungsbeispielen rund um Shopware veröffentlicht. Bestimmt findest du dort eine Fülle an Informationen und Antworten auf viele deiner Fragen! Gern stehen wir dir aber auch persönlich Rede & Antwort – melde dich dazu einfach und direkt bei uns.

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