Farben & Kontraste im barrierefreien Webdesign: Das musst du für 2025 wissen

Hand auf’s Herz: Hast du dir schon Gedanken gemacht, wie Menschen mit Seheinschränkungen deinen Shop wahrnehmen? Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Rund 15% der Weltbevölkerung leben mit einer Behinderung. In Deutschland ist sogar jeder achte Mensch davon betroffen.

Barrierefreies Webdesign bedeutet für dich als Shopbetreiber weit mehr als nur eine gesetzliche Pflicht ab 2025. Es ist eine echte Chance, deinen Shop für alle Besucher besser und nutzerfreundlicher zu gestalten. Dabei spielen Farben und Kontraste eine zentrale Rolle – nicht nur für Menschen mit Seh- oder Hörschwächen.

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz kommt am 28. Juni 2025 und sieht bei Verstößen Bußgelder von bis zu 100.000€ vor. Jetzt heißt es handeln statt abwarten! In diesem Beitrag zeigen wir dir Schritt für Schritt:

  • Wie du die WCAG-Richtlinien für Farben und Kontraste praktisch umsetzt
  • Welche Kontrastverhältnisse dein Shop braucht (4,5:1 für Texte, 3:1 für Bedienelemente)
  • Was du tun musst, um deinen Shop zukunftssicher und barrierefrei zu gestalten

Prüfe also am besten direkt jetzt, ob dein Shop die wichtigsten Anforderungen an barrierefreie Farbgestaltung bereits erfüllt oder ob du noch nachbessern musst.

Barrierefreie Farben: Mehr als nur Pflichtprogramm

Siehst du in der Barrierefreiheit nur eine lästige Pflicht oder erkennst du die geschäftliche Chance dahinter? Meiner Meinung nach unterschätzen viele Shopbetreiber das enorme Potenzial, das in einem wirklich barrierefreien Webdesign steckt.

Der Markt, den du nicht übersehen solltest

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut der Weltgesundheitsorganisation leben über eine Milliarde Menschen – etwa 15% der Weltbevölkerung – mit irgendeiner Form von Behinderung. Noch beeindruckender: Diese Zielgruppe verfügt über ein verfügbares Jahreseinkommen von 1,9 Billionen US-Dollar.


Bevor du jetzt abwinkst und denkst „Das betrifft mich nicht“ – schau dir diese Fakten an:

  • 83% der Nutzer mit Einschränkungen kaufen nur auf Websites ein, die sie als barrierefrei kennen
  • 86% würden mehr Geld ausgeben, wenn es weniger digitale Barrieren gäbe
  • Für 75% ist Barrierefreiheit sogar wichtiger als der Preis

Ist ein freiwilliger Verzicht auf diese kaufkräftige Zielgruppe nicht vielleicht schon Strafe genug? Erschreckend ist nämlich: Nur etwa 5% der Websites weltweit sind tatsächlich barrierefrei gestaltet. Das bedeutet für dich: Eine echte Chance, dich vom Wettbewerb abzuheben!

Wenn du dich dieser Zielgruppe öffnest, profitierst du gleich mehrfach: Besseres Nutzererlebnis, höhere Sichtbarkeit bei Google und steigende Conversion-Rates. Nebenbei schaffst du eine werteorientierte Marke, die Vertrauen aufbaut. In Zeiten, wo 63% der Nutzer bevorzugt bei sozial verantwortlichen Unternehmen kaufen, ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Farben als machtvolles Werkzeug

Das wichtigste bei der Optimierung ist, die Macht der Farben richtig zu nutzen. Sie sind weit mehr als nur Dekoration – sie lenken Emotionen, Entscheidungen und das Verhalten deiner Kunden. Mit der richtigen Farbstrategie kannst du nicht nur deine Marke stärken, sondern aktiv Kaufentscheidungen beeinflussen.

Prüfe also genau, wie du Farben einsetzt. Sie wirken oft unbewusst durch ihre Wellenlänge und Energie und helfen deinen Besuchern bei der Orientierung. Aber Vorsicht: Etwa jeder zwölfte Mann und jede zweihundertste Frau ist farbenblind. Wenn wichtige Informationen nur durch Farben vermittelt werden, erreichen sie etwa 8% deiner männlichen Besucher nicht.

Deswegen empfehle ich dir dringend, optimale Farbkontraste zu verwenden. Sie machen deine Inhalte für alle Nutzer sichtbar – egal ob mit Sehbehinderung, Farbfehlsichtigkeit oder altersbedingten Einschränkungen. Schlechte Kontraste schaden nicht nur der Nutzererfahrung, sondern können sogar dein Google-Ranking verschlechtern.

Wenn du nicht so recht weißt, wie du die richtigen Farben für deinen Shop auswählen sollst – sprich uns einfach an. Als deine Experten für barrierefreies Webdesign helfen wir dir, die europäischen Richtlinien perfekt umzusetzen. Damit dein Shop nicht nur gesetzeskonform ist, sondern auch deine Besucher begeistert.

Nutzergruppen und ihre Bedürfnisse verstehen

Wenn du an deine Shopbesucher denkst, stellst du dir dann auch den 60-jährigen Herrn Schmidt vor, der bei Sonnenlicht auf seinem Smartphone einkauft? Oder die farbenblinde Studentin Lisa, die deine Produktvarianten nicht unterscheiden kann? Die Realität deiner Nutzer ist vielfältiger als du vielleicht denkst.

Farbsehschwächen richtig einschätzen

Die Zahlen überraschen viele: Etwa 8% aller Männer und 0,5% aller Frauen haben eine Farbsehschwäche. Am häufigsten tritt die Rot-Grün-Schwäche auf. Stell dir vor, was das konkret bedeutet:

  • Dein grüner „Kaufen“-Button und roter „Abbrechen“-Button sehen plötzlich gleich aus
  • Das pinke Produktbild erscheint grau oder weiß
  • Im Kundenkonto sind Plus- und Minusbeträge nicht unterscheidbar

Wenn du nicht so recht weißt, wo du anfangen sollst, hier die wichtigsten Maßnahmen:

  • Kennzeichne wichtige Elemente nicht nur durch Farben
  • Setze zusätzliche Symbole oder Text ein
  • Vermeide Rot/Grün-Kombinationen
  • Stelle ausreichende Kontraste sicher

Prüfe am besten direkt jetzt mit Tools wie www.toptal.com/designers/colorfilter, wie Menschen mit Farbsehschwächen deinen Shop wahrnehmen.

Altersbedingte Sehveränderungen berücksichtigen

Fast die Hälfte der über 50-Jährigen nutzt das Internet aktiv (genau 44,9%). Mit dem Alter lassen Sehkraft, Feinmotorik und Konzentration nach. Diese Nutzer haben oft Probleme mit:

  • Eingeschränktem Sehfeld
  • Erhöhter Lichtempfindlichkeit
  • Verändertem Farbempfinden
  • Verringerter Kontrastwahrnehmung

Das wichtigste bei der Optimierung für ältere Nutzer:

  • Schriftgröße mindestens 12pt, besser 14pt oder sogar 16pt
  • Klare, übersichtliche Struktur
  • Keine Komplementärfarben (vermeidet Flimmern)
  • Starke Kontraste zwischen Text und Hintergrund

Wenn dein Shop schlecht lesbar ist, verlierst du diese Zielgruppe sofort – und sie kommt nicht wieder.

Situative Einschränkungen nicht vergessen

Das „Zwei-Sinne-Prinzip“ ist dabei zentral: Informationen sollten immer über zwei der drei Sinne – Sehen, Hören, Tasten – zugänglich sein. Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen empfehlen wir dir:

  • Einfache Sprache nutzen
  • Navigation konstant halten
  • Alternative Formate anbieten
  • Klare Anweisungen geben

Du benötigst noch mehr Informationen zur Umsetzung der europäischen Richtlinien? Sprich uns einfach an – wir helfen dir, deinen Shop wirklich für alle Nutzer zugänglich zu machen.

Barrierefreies Design als Markenvorteil nutzen

Siehst du barrierefreies Design nur als technische Notwendigkeit oder als Chance, deine Marke zu stärken? Meiner Meinung nach unterschätzen viele Shopbetreiber, wie sehr ein durchdachtes barrierefreies Design ihre Markenwahrnehmung verbessern kann.

Inklusive Designprinzipien richtig einsetzen

Wenn du dich mit inklusivem Design beschäftigst, merkst du schnell: Es geht um Menschen – um uns alle. Ob dauerhafte, vorübergehende oder situative Einschränkungen – jeder profitiert von einem gut durchdachten Design.

Prüfe also am besten direkt jetzt, ob du diese wichtigen Grundsätze bereits umsetzt:

  • Gleiche Erlebnisqualität für alle Nutzer schaffen
  • Verschiedene Nutzungssituationen berücksichtigen
  • Einheitliche Designmuster verwenden
  • Browsereinstellungen der Nutzer respektieren

Farben barrierefrei in dein Design integrieren

Jetzt musst du die Kunden, die du schon erfolgreich in deinen Shop geholt hast, auch durch ein durchgängig barrierefreies Markenerlebnis führen. Dabei spielen Farben und Kontraste eine zentrale Rolle.

  • Prüfe alle Farbkombinationen nach DIN 1450
  • Vermeide Rot-Grün-Kombinationen
  • Nutze keine Komplementärfarben (erzeugen Flimmern)
  • Passe Kontraste durch gezielte Aufhellung oder Abdunkelung an
  • Ergänze Farben durch Texturen oder Symbole

Du benötigst noch mehr Informationen zur barrierefreien Gestaltung deines Shops? Sprich uns einfach an – wir helfen dir, deine Marke barrierefrei und attraktiv zugleich zu gestalten.

Die Zukunft des barrierefreien Webdesigns

Wie stellst du dir deinen Shop in fünf Jahren vor? Die digitale Welt entwickelt sich rasant weiter – und mit ihr die Möglichkeiten für barrierefreies Design. Ich empfehle dir, jetzt schon einen Blick auf die kommenden Entwicklungen zu werfen.

KI macht Barrierefreiheit messbar

Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie wir Barrierefreiheit testen und verbessern. Tools wie Google Lighthouse und WAVE analysieren deinen kompletten Shop in Minuten und finden Barrieren, die du vielleicht übersehen hast.

Besonders spannend finde ich moderne KI-Systeme wie Eye-Able’s „Ally“. Sie gehen einen Schritt weiter und liefern dir direkt umsetzbare Lösungen für gefundene Probleme.

Prüfe also am besten direkt jetzt, ob dein Shop diese wichtigen Aspekte erfüllt:

  1. Alt-Texte bei allen Bildern
  2. Ausreichende Kontraste
  3. Logische Struktur für Screenreader
  4. Korrekt beschriftete Formularfelder

Farben, die mitdenken

Das wichtigste bei der Optimierung ist, dass sich dein Shop an die Bedürfnisse deiner Nutzer anpasst. Die Zukunft gehört adaptiven Farbsystemen, die genau das automatisch tun.



Stell dir vor: Dein Shop erkennt, wenn ein Nutzer Schwierigkeiten mit bestimmten Farben hat und passt sich automatisch an. Ohne dass der Besucher aktiv werden muss. Für Menschen mit Farbsehschwächen oder altersbedingten Einschränkungen ein echter Gewinn!

Personalisierung wird Standard

Wie du auch in unseren anderen Beiträgen rund um die Barrierefreiheit gemerkt hast, werden die unterschiedlichen Einschränkungen von Nutzern immer vielfältiger wenn man einmal anfängt sich damit zu beschäftigen. Die Personalisierung von Webseiten und Shops wird damit in der Zukunft immer wichtiger und alltäglicher – zu den spannendsten Entwicklungen der Zukunft dürften KI-gestützte Vereinfachung komplexer Texte, Gebärdensprach-Avatare für Videos, flexiblen Wechselfunktionen für helle und dunkle Umgebungen oder gar ganz persönliche und individuelle Kontrasteinstellungen werden.

Spannend oder? Wir behalten die Trends im Auge und beraten dich gerne, welche Technologien für deinen Shop wirklich Sinn machen.

Fazit: Barrierefreies Design ist deine Chance

Siehst du das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz noch als lästige Pflicht oder erkennst du die Chance dahinter? Meiner Meinung nach bietet barrierefreies Webdesign dir weit mehr als nur gesetzliche Konformität – es ist dein Schlüssel zu höheren Conversion-Rates und einer stärkeren Markenidentität.

Bevor du jetzt abwinkst und das Thema auf die lange Bank schiebst: Ab Juni 2025 können Verstöße mit bis zu 100.000 Euro bestraft werden.
Das wichtigste bei der Optimierung ist, jetzt zu handeln statt abzuwarten. Prüfe also am besten direkt jetzt nach, ob dein Shop die WCAG-Richtlinien bereits erfüllt oder ob du noch Potenziale „liegen lässt“.

Wenn du nicht so recht weißt wo und wie du anfangen kannst, dann solltest du auf jeden Fall zunächst einfach mal anrufen. Als deine Experten für barrierefreies Webdesign helfen wir dir:

  • Die technischen Anforderungen zu verstehen und umzusetzen
  • Deinen Shop für alle Nutzergruppen zugänglich zu machen
  • Einen echten Wettbewerbsvorteil aufzubauen

FAQ – Oft gestellte fragen im Rahmen von Farben & Kontrasten bei barrierefreiem Webdesign

Welche Kontrastverhältnisse sind für barrierefreie Websites erforderlich?

Für barrierefreie Websites ist ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für Texte und 3:1 für Bedienelemente erforderlich. Der höchstmögliche Kontrast von 21:1 wird durch schwarzen Text auf weißem Hintergrund erreicht.

Welche Websites müssen ab 2025 barrierefrei sein?

Ab dem 28. Juni 2025 müssen die meisten B2C-Websites, Online-Shops und digitale Dienstleistungen die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes erfüllen. Dies betrifft insbesondere Websites, die Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbieten.

Welche Farbkombinationen eignen sich für barrierefreie Gestaltung?

Für barrierefreie Gestaltung eignen sich Farbkombinationen mit hohem Kontrast. Vermeiden Sie problematische Kombinationen wie Rot/Grün. Nutzen Sie zusätzlich zur Farbe weitere Unterscheidungsmerkmale wie Texturen oder Symbole.

Welche Konsequenzen drohen bei Nichteinhaltung der Barrierefreiheit ab Juni 2025?

Bei Nichteinhaltung der Barrierefreiheitsanforderungen ab 2025 drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Zudem können Behörden die Bereitstellung nicht-barrierefreier Produkte oder Dienstleistungen einschränken oder untersagen.

Wie können Unternehmen die Barrierefreiheit ihrer Website nachweisen?

Unternehmen müssen eine technische Dokumentation erstellen, die die Einhaltung der Barrierefreiheitsanforderungen belegt. Zudem ist eine öffentlich zugängliche „Erklärung zur Barrierefreiheit“ auf der Website erforderlich, die auch Informationen zu noch nicht barrierefreien Bereichen enthält.

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