Shopware 6 Cross Selling
Shopware Cross Selling: Mehr Umsatz pro Bestellung – ohne mehr Traffic einzukaufen
Wenn du deinen Shopumsatz steigern willst, denkst du vermutlich zuerst an mehr Besucher: SEO, Ads, Social, Newsletter, Kooperationen. Alles richtig – aber oft ist das nicht der schnellste Hebel.
Der schnellste Hebel liegt häufig im Warenkorb selbst: Mehr Wert pro Bestellung, weil du deinen Kunden passende Ergänzungen (Cross-Selling) oder eine bessere Alternative (Upselling) anbietest – genau dann, wenn die Kaufabsicht ohnehin schon da ist.
Und genau hier wird es spannend: Shopware Cross Selling ist in Shopware 6 bereits an Bord – du musst es “nur” sinnvoll konfigurieren, sauber testen und so ausspielen, dass es sich für deine Kunden wie Hilfe anfühlt (und nicht wie eine unangenehme Drückerkolonne).
In diesem Artikel zeigen wir dir daher ganz praxisnah:
- was Cross- & Upselling wirklich unterscheidet
- welche Denkfehler dich Umsatz kosten
- wie du Cross- & Upselling in Shopware 6 konkret umsetzt
- wie du den Shopware Rule Builder clever nutzt (z. B. für dynamische Produktempfehlungen)
- 5 bewährte Strategien, die du direkt anwenden kannst
- plus: eine kurze Vorstellung des Plugins „Zubehör Artikel Schnellauswahl“, mit dem du Zubehörartikel direkt auf der Produktdetailseite auswählbar machst (inkl. Vorteilen)
Inhaltsverzeichnis
Warum Cross- & Upselling für jeden Online-Shop Pflicht ist
Du kannst Umsatz grob über drei Stellschrauben beeinflussen:
- Mehr Besucher (Traffic)
- Mehr Käufer aus Besuchern (Conversion Rate)
- Mehr Umsatz pro Kauf (Average Order Value / AOV)
Cross- & Upselling zielt vor allem auf Punkt 3 – und indirekt auch auf Punkt 2, weil gute Empfehlungen Orientierung geben und Kaufentscheidungen vereinfachen.
Was dabei häufig unterschätzt wird: Cross- & Upselling ist kein “Marketing-Gimmick”, sondern Teil von guter Produktberatung.
Wenn du das Cross- & Upselling in Shopware gut machst, passiert Folgendes:
- Kunden kaufen vollständiger (weniger “Mist, fehlt noch…”)
- Retouren sinken, weil die Nutzung besser klappt
- du verkaufst mehr aus dem vorhandenen Traffic
- deine Marge steigt, weil du Zusatzartikel oft mit guter Marge platzierst (Zubehör, Services, Verbrauchsmaterial)
Wenn du dein Cross- & Upselling nach dem Lesen dieses Beitrages einrichtest, bedenke stets die „Goldene Regel“: Cross-Selling muss passen – nicht pushen! Dein Ziel ist nicht “mehr Positionen im Warenkorb”, sondern ein besseres Ergebnis für den Kunden. Der Mehr-Umsatz ist dann die logische Folge.
Definition und Unterschiede von Cross-Selling und Upselling
Viele werfen beides in einen Topf. In der Praxis sind es zwei unterschiedliche Mechaniken – mit unterschiedlichen Zielen.
Cross-Selling (Zusatzverkauf)
Beim Cross-Selling empfiehlst du ergänzende Produkte, die den Hauptkauf sinnvoll abrunden.
- Kunde will A kaufen → du empfiehlst B, C oder / und D passend dazu
- Ziel: Warenkorb vervollständigen, Nutzung verbessern, “alles in einem Rutsch” lösen
Cross-Selling ist also die Möglichkeit, Produktempfehlungen zu konfigurieren, z. B. um passendes Zubehör für deine Kunden auszuspielen. Wenn du konkret wissen möchtest, wie du einen Artikel anlegen kannst, lies es dir in aller Ruhe in der offiziellen Shopware Dokumentation rund um das Anlegen und konfigurieren von Artikeln durch.
Upselling (höherwertiger Verkauf)
Beim Upselling empfiehlst du eine höherwertige Alternative oder ein Upgrade.
- Kunde will A kaufen → du empfiehlst A+ (besser, größer, leistungsfähiger)
- Ziel: höherer Warenkorbwert bei gleicher Kaufabsicht
Wichtig: Upselling ist nicht automatisch “teurer um jeden Preis”. Ein gutes Upsell ist meist:
- besser passend (Leistung, Kapazität, Qualität)
- langfristig günstiger (z. B. langlebiger, weniger Verbrauch)
- risikoärmer (Garantie, Bundle, Service)
Beispiele für Cross-Selling
Hier ein paar Cross-Selling-Klassiker – mit dem Blick darauf, warum es funktioniert:
Kamera → Speicherkarte + Tasche + Ersatzakku
Weil ohne Speicherkarte die Nutzung scheitert – “Pflicht-Zubehör”. Die Tasche minimiert das Schaden-Risiko der neuen Kamera und der Ersatzakku verlängert die Nutzenfreude an der Kamera.
Drucker → Toner/Patronen + Papier
Verbrauchsmaterial: hoher Wiederkauf, hoher AOV-Hebel. Der Ersatztoner verlängert auch hier den Nutzen am neuen Drucker und ohne Papier ist ein Drucker ohnehin sinnlos. Wenn du beim Keyword „Drucker kaufen“ zusätzlich bei deinem Kunden punkten willst, erkläre ihm an dieser Stelle auch die Unterschiede von qualitativ hochwertigem zu „günstigem“ Papier.
Grill → Grillbesteck + Abdeckhaube + Reiniger
Kontext: Schutz, Pflege, Komfort. Ein edles Grillbesteck erhöht die Freude am Gebrauch des Grills und der Reiniger sorgt für ein Strahlen im Gesicht des „Grillers“ wenn der Grill das nächste Mal benutzt wird.
Hautpflegeprodukt → ergänzende Routine (Cleanser, Serum, SPF)
“Systemlogik” statt Einzelprodukt. Anstatt nur mit einem Mittelchen die Haut zu pflegen, ist ein vollwertiges Pflegesystem oft besser im Vergleich zu einem einzelnen Produkt. Auch hier steht der Nutzen am Produkt für den Kunden im Vordergrung.
Mülltonnenbox → Bodenverankerung / Schloss / Abdeck-Optionen (je nach Sortiment)
Sinnvolle Ergänzungen rund um Sicherheit, Haltbarkeit, Optik. Wer in grösseren Wohnungsanlagen wohnt oder dort eine Wohnung vermietet, wird das Problem der unsachgemäßen Müllentsorgung in fremden Tonnen kennen. Ein Schloss verhindert dies und verlängert den Nutzwert der neuen und nicht günstigen Mülltonnenbox erheblich. Eine passende Abdeck-Option (bspw. in Form einer in passenden Farbe lackierten Oberfläche) erhöht subjektiv das Wohlfühl-Empfinden und damit indirekt auch den Nutzwert der Investition.
Merke: Cross-Selling funktioniert besonders gut, wenn du einen dieser Jobs erfüllst:
- Komplettierung (fehlt sonst)
- Kompatibilität (passt exakt zu Variante/Modell)
- Schutz & Pflege (länger Freude am Produkt)
- Komfort (macht Nutzung leichter)
- Ergebnis verbessern (besserer Nutzen)
Beispiele für Upselling
Upselling wirkt am besten, wenn du eine klare, ehrliche Begründung lieferst:
Laptop 256 GB → 512 GB
Begründung: mehr Luft für Updates/Dateien, weniger Frust, die beim Kaufvorgang dem Kunden vielleicht gar nicht so vordergründig ersichtlich ist..
Werkzeug-Set Basic → Pro
Begründung: bessere Bits / allgemeines Material oder eine längere Lebensdauer. Gerade bei Werkzeug gilt oft der Leitsatz „Wer billig kauft, kauft mindestens zweimal …“. Empfehle deinen Kunden eine bessere Qualität um den Nutzwert für den Kunden zu erhöhen. Wenn du zeitgleich eine bessere Marge bei höherpreisigem Werkzeug hast, ist das ein angenehmer Nebeneffekt für dich!
Versandoption Standard → Express
Begründung: dringender Bedarf, Geschenk, Deadline. Das kennen wir doch alle: wenn die Kaufentscheidung gefällt ist, will man das neue und gute Stück auch schnellstmöglich haben. Wenn du genau hier ansetzt und einen Expressversand anbietest, kannst du die Vorfreude deines Kunden auf das neue Produkt durch eine rasend schnelle Lieferung erhöhen.
Garantie / Service-Upgrade
Begründung: Sicherheit, weniger Risiko. Das ist ein wahrer Klassiker im Upselling: du bietest dem Kunden eine Erhöhung seines Komforts im Umgang mit deinem Produkt an. Nimm dem Kunden eine Sorge durch geschicktes Upselling weg und viele Kunden werden diesen Komfort gerne annehmen.
Bundle statt Einzelprodukt
(Upsell über Paketlogik: “Nimm direkt das Set – du sparst vs. einzeln.”). Auch das ist ein Klassiker: wenn der Kunde schon seine Kaufentscheidung gefällt hat, biete weitere Vorteile durch geschickte Pakete, die den Nutzen des gekauften Produktes verlängern. Auch das nehmen viele Kunden dankend an.
Häufige Fehler und Irrtümer im Einsatz von Cross- & Upselling
Hier sind die Klassiker, die wir in Shops immer wieder sehen – und die dich im Zweifel mehr Umsatz kosten, als sie bringen.
Fehler 1: “Mehr Empfehlungen = mehr Umsatz”
Wenn du 12 Cross-Sells unter jedem Produkt ausspielst, passiert oft das Gegenteil:
- Kunden werden unsicher
- sie scannen, vergleichen und verlieren durch die Masse der Empfehlungen den Fokus
- deine Conversion-Rate sinkt
Besser sind wenige, aber dafür starke Empfehlungen (3–6 ist häufig ein guter Start – abhängig vom Produkt).
Fehler 2: Keine Logik je Produkt-/Variantentyp
Zubehör ist oft variantenabhängig (Größe, Anschluss, Farbe, Modelljahr). Wenn du das ignorierst, lieferst du unpassende Vorschläge – und verlierst Vertrauen.
Fehler 3: Cross-Selling ohne Kontext
“Ähnliche Produkte” als Überschrift unter deinen Cross-Selling Angeboten kann funktionieren – ist aber im Regelfall kein gutes und erfolgreiches Cross-Selling! Wenn du nur Prodkte zeigst, die “auch interessant” sein könnten, ist das eher eine unverbindliche Reise in das Land der theoretischen Möglichkeiten statt ernstgemeinter Beratung. Um deinen AOV signifikant zu steigern, brauchst du oft einen ganz konkreten und für den Nutzer einfach nachzuvollziehbaren Nutzen-Kontext:
- “Passt dazu”
- “Wird häufig zusammen gekauft”
- “Damit funktioniert es sofort”
- “Schützt dein Produkt”
Fehler 4: Upselling ohne ehrlichen Mehrwert
Upselling scheitert, wenn es wie Abzocke wirkt: “Nimm das teurere Produkt. KAUFE JETZT!!!” Du brauchst eine Begründung und idealerweise ein Vergleichsargument (Leistung, Lebensdauer, Lieferzeit, Garantie), welches dem Kunden verständlich und nachvollziehbar macht, warum dein ergänzender Vorschlag wirklich sinnvoll ist.
Fehler 5: Keine Messung, kein Test
Viele bauen das Shopware Cross-Selling einmal ein – und lassen es dann jahrelang unverändert. Das Ergebnis: deine Empfehlungen altern, dein Sortiment ändert sich und deine Verfügbarkeiten wechseln im Laufe der Zeit. Der Mehrwert für den Kunden sinkt und gleichzeitig auch seine Bereitschaft auf dein Upselling Vorschlag einzugehen.
Besser: regelmäßig das Upselling und Crossselling prüfen, A/B-Tests (wenn möglich) durchführen und regelmässiges KPI (=Key Performance Idikatoren) -Tracking:
- Wie entwickelt sich die „Attach Rate“ (wie oft wird ein Cross-Sell mitgekauft?)
- Wie entwickelt sich der AOV / Warenkorbwert über einen längeren Zeitraum?
- Wie entwickelt sich die Conversion Rate auf deinen Produktdetailseiten?
- Hat dein Cross- oder Upselling einen Einfluss auf Retouren (wenn relevant)?
So setzt du Cross- & Upselling in Shopware 6 um
Shopware 6 bringt Cross-Selling bereits standardmäßig mit. In der Administration legst du pro Produkt Cross-Selling-Gruppen an und steuerst, was und wie es im Storefront angezeigt wird.
Wo du Cross-Selling in Shopware 6 findest
Typischer Weg (je nach Admin-Navigation/Version leicht abweichend):
Kataloge → Produkte → Produkt öffnen → Cross-Selling
Hier kannst du u. a. einen Titel für die Ausgabe in deiner Storefront vergeben und das Cross-Selling aktivieren und deaktivieren.
Die zwei Zuweisungsarten: Manuell vs. dynamische Produktgruppe
Shopware bietet dir beim Cross-Selling u. a. diese Typen an:
- Manual assignment (manuelle Zuordnung): Du wählst konkrete Produkte einzeln aus.
- Dynamic product group (dynamische Produktgruppe): Produkte werden über Regeln/Filter automatisch zusammengestellt.
Wann ist die manuelle Zuordnung und wann eine dynamische Produktgruppe besser?
Die manuelle Zuweisung solltest du wählen, wenn
- du klar definierte Zubehörartikel hast
- ein stabiles Sortiment ohne regelmässige Wechsel hast
- du jederzeit volle Kontrolle willst und Zeit hast, deine Zuweisungen regelmässig zu überprüfen
Die dynamische oder automatische Zuordnung solltest du wählen, wenn
- dein Sortiment groß ist oder häufig wechselnd
- du lieber Regeln statt Pflegeaufwand willst
- du das Cross-Selling skalieren (z. B. “Alle Produkte aus Kategorie X, die auf Lager sind”) willst
Eine für alle Shops und deren Shopbetreiber allgemeingültige Regel ob du besser die manuelle oder automatische Zuweisung zu formulieren, ist also praktisch genauso schwierig wie in ein Autohaus zu gehen um ein Auto zu kaufen, und den Verkäufer nur zu bitten ein „schönes Auto“ auszusuchen …
Beide Zuordnungen sind pflegeintensiv – bei der manuellen Methode musst du genau wie bei der automatischen regelmässig prüfen, ob deine Zuweisungen noch aktuell sind und zum gewählten Produkt passen. Die automatische Methode ist allerdings einfacher im Handling, wenn du im Laufe der Zeit immer wieder neue Ergänzungsartikel in dein Sortiment aufnimmst.
Wichtige Einstellungen, die du nicht übersehen solltest
Je nach Konfiguration findest du u. a. folgende Stellschrauben:
- Aktiv: Ist dein Cross-Selling sichtbar oder nicht?
- Position: Ist die Reihenfolge der Cross-Selling-Tabs/Blöcke sinnvoll? Sind die Blöcke auch in der responsiven Ansicht deines Shops gut sichtbar?
- Sortierung: Ist die Sortierung der Ergänzuungsartikel nach Preis / Name / Datum / Nutzen / Leistung etc. nachvollziehbar?
- Maximale Anzahl an Produkten: Hast du eine gute Begrenzung der angezeigten Produkte eingestellt? Denk daran: eine zu große Auswahl irritiert den Nutzer mehr als dass sie ihm hilft!
- Titel / Name: er erscheint als Headline / Tab in der Storefront deines Shops und sollte klar verständlich und nachvollziehbar sein
Unser Profi-Tipp:
Gib bei deinen Gruppen nicht nur “Zubehör” als Titel ein. Besser sind Titel mit dem klar erkennbaren Nutzen:
- “Passt perfekt dazu”
- “Damit startest du sofort”
- “Schutz & Pflege”
- “Upgrade für mehr Leistung”
Shopware Rule Builder für Cross- & Upselling nutzen
Wenn du Shopware Cross Selling skalieren willst, kommst du an einem Baustein kaum vorbei: dem Rule Builder!
Mit dem Rule Builder als Werkzeug legst du individuelle Regeln basierend auf Bedingungen fest, die dann in unterschiedlichen Bereichen genutzt werden können. Der Rule Builder gibt dir also eine Fülle unterschiedlicher Filter- und automatischer Konfigurationsoptionen an die Hand, mit denen du deine Zubehörprodukte stets aktuell halten kannst ohne ständig nachkonfigurieren zu müssen.
Warum der Rule Builder für Cross-Selling so hilfreich ist
Dynamische Produktgruppen basieren in Shopware 6 grundsätzlich auf Regeln aus dem Rule Builder.
Das heißt: Statt bei 500 Produkten händisch Zubehör zu pflegen, definierst du eine Logik wie:
- Kategorie ist “Smartphones”
- Hersteller ist “X”
- Preis > 300
- Lagerbestand > 0
…und lässt Shopware die passenden Produkte automatisch auswählen (dynamische Produktgruppe)..
Regeln anlegen: so gehst du vor
In der Administration:
- Einstellungen → Automation → Rule Builder
- Regel erstellen
- Bedingungen definieren
- speichern und anschließend zuweisen
Wichtig: Denk in “Wenn … dann …”-Logik. Regeln sind dein Baukasten, aus dem du später dynamische Gruppen, Sichtbarkeiten oder Prozesse ableiten kannst.
Praxisbeispiele für Rule-Builder-Logiken im Kontext Cross-/Upselling
Hier sind ein paar Beispiele für Rule Builder Regeln, die sich in der Praxis rund um das Cross- bzw. Upselling bewährt haben:
Beispiel A: “Nur Zubehör anzeigen, das wirklich lieferbar ist”
- Bedingung: Bestand > 0
- Vorteil: Keine “tollen Empfehlungen”, die sofort frustrieren
Beispiel B: „Premium-Upsell nur bei bestimmten Kundengruppen“
- Bedingung: Kundengruppe = B2B / VIP
- Vorteil: Du spielst andere Upgrades aus, ohne den Rest zu verwirren
Beispiel C: “Cross-Selling nach Preisklasse”
- Bedingung: Preisbereich (z. B. 0–50 / 50–150 / 150+)
- Vorteil: Zubehör bleibt preislich plausibel
Beispiel D: Saisonales Cross-Selling (über Zeiträume)
Regeln können in Shopware auch in zeitgesteuerten Kontexten genutzt werden (z. B. Promotions/Automationen). Für Rule-Builder-Regeln findest du in der Shopware Doku auch konkrete Beispiel-Logiken.
5 Strategien für besseres Up- & Cross-Selling (die wirklich Umsatz bringen)
Jetzt wird’s praktisch. Die folgenden Strategien funktionieren deshalb gut, weil sie nicht “verkaufen wollen”, sondern helfen.
Strategie 1: Baue Cross-Selling entlang der Customer Journey auf (nicht nur auf der Produktdetailseite)
Viele Shops machen Cross-Selling nur auf der Produktdetailseite. Das ist gut – aber du kannst mehr Touchpoints nutzen:
- Produktdetailseite (Beratung im Moment der Entscheidung)
- Warenkorb (letzte Ergänzung, “Fehlt noch …?”)
- Checkout (sehr vorsichtig, keine Ablenkungsorgie)
- After-Sales (E-Mail: Pflege/Verbrauchsmaterial/Erweiterung)
Wenn du in Erlebniswelten (Shopping Experiences) arbeitest: Shopware bietet Content-Elemente, die sich auf Cross-Selling beziehen.
Strategie 2: “Pflicht” vs. “Nice-to-have” trennen
Die beste Cross-Selling-Struktur ist oft zweistufig:
- Essentials (ohne das macht’s keinen Sinn / Risiko steigt)
- Optional (Komfort, Pflege, Erweiterung)
Das reduziert Entscheidungslast und steigert gleichzeitig den AOV, weil Essentials oft eine hohe Mitkaufquote haben.
Strategie 3: Nutze klare Bundles – und sag, warum es sinnvoll ist
Bundles sind Upselling und Cross-Selling zugleich.
Beispiele:
- Starter-Set (Hauptprodukt + Zubehör)
- Pflege-Set (Reinigung + Schutz + Ersatz)
- Profi-Set (besseres Hauptprodukt + passende Extras)
- “Spart dir X Klicks”
- “Alles kompatibel”
- “Damit bist du sofort startklar”
Wichtig: Bundle-Texte nicht “Marketing-blabla”, sondern konkret:
Strategie 4: Setze Preislogik ein: Zubehör muss “relativ” passen
Ein Cross-Sell für 79 € zu einem Produkt für 19 € funktioniert selten – außer es ist zwingend notwendig.
Richtwert (keine harte Regel, aber oft hilfreich):
- Zubehör-Summe eher im Bereich 10–35% des Hauptartikels (je nach Kategorie)
- Upsell-Differenz idealerweise so, dass sie “leicht zu rechtfertigen” ist
Hier hilft der Rule Builder, wenn du dynamische Gruppen nach Preisspannen steuerst.
Strategie 5: Optimiere Darstellung: weniger Text, mehr Klarheit
Für Shopware Cross Selling gilt: Das beste Produkt gewinnt nicht – die beste Darstellung gewinnt.
Achte auf:
- kurze Titel (“Passt dazu”, “Upgrade”, “Schutz”)
- klare Nutzen-Badges (“kompatibel”, “empfohlen”, “Bestseller”)
- Vermeide 12er-Slider ohne Ende
- zeige nicht nur “irgendwas”, sondern kuratierte Auswahl (max. Produkte begrenzen)
Plugin-Tipp: „Zubehör Artikel Schnellauswahl“ (RHIEM Intermedia)
Wenn du Zubehör besonders direkt verkaufen willst, ist ein Pattern extrem stark:
Zubehör nicht nur empfehlen – sondern direkt auswählbar machen.
Genau dafür haben wir das Plugin „Zubehör Artikel Schnellauswahl“ entwickelt:
Was das Plugin macht:
Nach Installation und Aktivierung kannst du Zubehörartikel konfigurieren, die direkt unter dem Warenkorb-Button auf der Produktdetailseite angezeigt werden. Deine Kunden wählen Zubehör per Checkbox aus – und beim Klick in den Warenkorb werden die ausgewählten Zubehörartikel direkt mit in den Warenkorb gelegt.
Highlights & Features – du kannst:
- Eigene Zubehöre konfigurieren
- Schnellauswahl für den Warenkorb einrichten
- Variantenspezifische Zubehöre zuweisen (super wichtig, wenn Zubehör von Varianten abhängt)
- ein an deinen Shop anpassbares Styling wählen
- der Funktionsumfang umfasst u. a.:
- Anzeige der Zubehöre unter dem Warenkorb
- verschiedene Anzeigemöglichkeiten
- mehrere Zubehörgruppen je Produkt
- Übernahme der Menge des Hauptprodukts für Zubehörprodukte
Die Vorteile für deinen Shop (praxisnah gedacht)
- Weniger Reibung: Kunden müssen nicht erst Zubehör suchen oder extra öffnen
- Mehr Attach Rate: Checkbox-Auswahl ist schneller als “Produkt öffnen → in den Warenkorb”
- Bessere Kompatibilität: durch variantenspezifische Zubehöre weniger Fehlkäufe
- Sauberer Look: Styling anpassbar, damit es zu deinem Theme passt
- Skalierbarkeit: mehrere Zubehörgruppen pro Produkt → du kannst strukturieren (“Essentials”, “Optional”)
Wenn dein Sortiment stark über Zubehör funktioniert (Technik, Möbel-Zubehör, Pflege, Ersatzteile, Sets), ist das eine sehr direkte und umsatznahe Ergänzung zu klassischem Shopware Cross Selling.
Fazit: Shopware Cross Selling ist kein Feature – es ist dein Turbo-Boost für mehr Umsatz
Shopware gibt dir mit Cross-Selling (manuell oder dynamisch) bereits die Basis, um Produktempfehlungen sauber auszuspielen.
Wenn du zusätzlich den Rule Builder nutzt, kannst du das Ganze deutlich besser skalieren – gerade über dynamische Produktgruppen, die auf Rule-Builder-Logik basieren.
Der Unterschied zwischen “wir haben Cross-Selling” und “Cross-Selling bringt Umsatz” liegt fast nie im Feature – sondern in:
- Relevanz (passt es wirklich?)
- Darstellung (ist es schnell wählbar?)
- Pflege/Automatisierung (bleibt es aktuell?)
- Messung (weißt du, was wirkt?)
Wenn du Zubehör maximal reibungslos ohne Alltagsstress verkaufen willst, kann ein Ansatz wie „Zubehör Artikel Schnellauswahl“ zusätzlich den entscheidenden Unterschied machen, weil es die Auswahl direkt auf der Produktdetailseite löst. Schau dir das Plugin also in jedem Fall einmal an und teste es für einen Monat völlig kosten- und risikolos!
Key Takeaways
- Cross-Selling = passende Ergänzungen, Upselling = bessere Alternative/Upgrade
- Zu viele Empfehlungen senken oft die Conversion – weniger, aber besser gewinnt
- In Shopware 6 kannst du Cross-Selling manuell oder über dynamische Produktgruppen umsetzen
- Dynamische Produktgruppen basieren auf Rule-Builder-Regeln – ideal für Skalierung
- Beste Strategien: Journey-Touchpoints, Essentials/Optional, Bundles, Preislogik, klare Darstellung
- Plugin „Zubehör Artikel Schnellauswahl“: Zubehör per Checkbox unter dem Warenkorb-Button auswählen → wird direkt mit in den Warenkorb gelegt
FAQs
Was ist der Unterschied zwischen Cross-Selling und Upselling?
Cross-Selling ergänzt den Hauptkauf (Zubehör, passende Add-ons). Upselling ersetzt ihn durch eine höherwertige Option (Upgrade, bessere Version).
Kann ich Cross-Selling in Shopware 6 ohne Plugin umsetzen?
Ja. Shopware 6 bietet Cross-Selling standardmäßig, inkl. manuellem Zuweisen oder dynamischen Produktgruppen.
Wo lege ich Regeln im Shopware Rule Builder an?
In der Administration unter Einstellungen → Automation → Rule Builder. Dort erstellst du Regeln über Bedingungen/Operatoren und kannst sie anschließend zuweisen.
Wie viele Cross-Selling-Produkte sollte ich anzeigen?
Starte lieber klein (z. B. 3–6). Shopware bietet dafür auch eine Einstellung zur maximalen Anzahl der angezeigten Produkte.
Wichtig ist: Relevanz > Menge.
Kann ich Zubehör variantenspezifisch anzeigen?
Mit dem Plugin „Zubehör Artikel Schnellauswahl“ ist variantenspezifisches Zubehör explizit als Feature genannt.
Im Standard hängt es von deiner Datenlogik/Struktur ab (z. B. getrennte Produkte/Varianten und passende Cross-Sell-Gruppen).
Bringt Cross-Selling wirklich mehr Umsatz?
In vielen Shops ja – vor allem in Sortimentswelten mit Zubehör, Verbrauchsmaterial oder Set-Logik. Der Hebel ist der Warenkorbwert pro Bestellung, ohne dass du mehr Traffic kaufen musst.
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