Weiterleitungen in Shopware richtig einsetzen
Hast du dich jemals gefragt was geschieht, wenn du die URL deiner Webseite änderst? Das kann bspw. bei einem Relaunch passieren oder wenn du einzelne URLs in deinem Shopware Shop verändern möchtest. Immer wenn sich eine URL ändert (und streng genommen ändert sie sich schon, wenn du nur aus einem Großbuchstaben einen Kleinbuchstaben machst), hat die neue URL mit der alten nichts mehr zu tun. Im folgenden Beitrag liest du, was du tun musst wenn du darüber nachdenkst deine URLs in deinem Shopware Shop zu ändern.
Wenn sich deine URLs ändern, musst du eine Weiterleitung von der alten zur neuen URL einrichten. Man unterscheidet zwischen einer kurzzeitigen und einer dauerhaften Weiterleitung – für beide Arten gibt es technische Codes die dem Browser oder Crawler mitteilen, ob die Weiterleitung von Dauer oder eben nur kurzzeitig ist.
Die kurzzeitige Weiterleitung hat den Code “302” während die dauerhafte Weiterleitung den Code “301” hat. 301 Weiterleitungen sind wie ein Nachsendeauftrag bei der Post – sie sorgen dafür, daß Besucher und Suchmaschinen automatisch und dauerhaft zur neuen Adresse geführt werden. Eine 302 Weiterleitung weist den Browser auch an den Nutzer auf die neue URL weiterzuleiten – aber für einen Crawler gibt es zusätzlich die Information, daß die alte URL nicht von der neuen ersetzt werden soll. Der Crawler (also bspw. der Googlebot) wird künftig auch weiterhin versuchen die alte URL zu erreichen – solange, bis die temporäre oder kurzzeitige Weiterleitung eben nicht mehr aktiv ist.
Eine 301-Weiterleitung bedeutet also, dass du eine URL dauerhaft auf eine andere URL umleiten möchtest. Der Webserver antwortet dabei mit dem Statuscode „301 Moved Permanently“ und teilt dem Client (dem Browser oder Suchmaschinen-Crawler) die neue Adresse mit, worauf dieser dann die neue URL ganz ohne das Zutun des Nutzers aufrufen wird.
URLs, mit denen du bei deinen wichtigen Keywords gut rankst, solltest du in jedem Fall dauerhaft umleiten. Der große Vorteil der dauerhaften Weiterleitung ist, daß Google den PageRank und die Rankings der alten auf die neue URL übertragen wird. Tatsächlich vererbt diese Art der Weiterleitung die gesamte SEO-Power der alten vollständig an die neue Seite und minimiert das Risiko eines Rankingverlusts. Wenn du keine Weiterleitungen einrichtest, startest du im schlimmsten Fall wieder “bei Null”.
In diesem Experten-Guide erfährst du alles, was du über 301- und 302 Weiterleitungen wissen musst: von der Definition und den Vorteilen über die verschiedenen Implementierungsmethoden bis hin zu den häufigsten Fehlern, die du unbedingt vermeiden solltest. Außerdem zeigen wir dir, wie du mit nur wenigen Schritten eine fehlerfreie Umsetzung in deinem Shopware Shop garantierst – damit weder Nutzer noch Google jemals auf einer Fehlerseite landen.
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine 301 Weiterleitung und warum ist sie wichtig?
Der technische Begriff „301 Moved Permanently“ mag zunächst kompliziert klingen, aber dahinter verbirgt sich ein einfaches Konzept mit großer Wirkung für deine Website.
In der Kommunikation zwischen dem Webserver und dem Browser / Suchmaschinen Crawler gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Status Codes, die dem Browser ganz konkret mitteilen, ob die angefragte Seite (wir sagen lieber “Ressource” dazu, weil auch ein Bild einen Status-Code an den Browser sendet) erreichbar ist, umgeleitet wurde oder ob der Server in diesem Moment überhaupt arbeiten kann.
Für nahezu jeden Zustand sendet der Server einen sog. “HTTP Status Code” der dem Browser konkrete Informationen über die Aufrufbarkeit der angeforderten Ressource gibt. Eine vollständige Übersicht dieser Status Codes kannst du im Übrigen bei der Wikipedia nachsehen.
Der überwiegende Großteil dieser Status Codes hat seinen Sinn und trägt zu einer schnellen Kommunikation zwischen Server und Client bei – aber es gibt auch einige witzige Geschichten hinter den HTTPS Status Codes. So bedeutet der Code “418” bspw. “I´m a teapot”. Enstanden ist der Antwort Code im Jahre 1998 als Aprilscherz: ein Server, der dazu gedacht ist Kaffee zu kochen, sollte auf die Aufgabe Tee mit einer Teekanne zu kochen mit diesem Code antworten. Was eigentlich ohne großen Mehrwert damals als Aprilscherz begann, wurde aber tatsächlich einige Zeit später formell als Status Code aufgenommen. Einige findige Server-Administratoren nutzen diesen Code noch heute um unerwünschte Anfragen schlichtweg abzulehnen. Eine solch unerwünschte Anfrage könnte bspw. das crawlen deiner Domain durch deinen Wettbewerber sein.
Für dich und dem Verständnis rund um die HTTP Status Codes in diesem Beitrag ist aber nur wichtig dass du dir merkst, daß der Server auf jede Anfrage des Browsers mit einem Status Code antwortet und daß diese Status Codes uns als Shopware Agentur wichtige Details rund um die Verfügbarkeit von Ressourcen gibt. Wenn sehr viele Fehler auftauchen, kann das deutlich negative Konsequenzen auf deine Shop-Performance oder das positive Nutzererleben im Shop haben.
Wie du HTTP Status Codes selbst prüfen kannst
Im Regelfall sieht der Nutzer den Statuscode nicht! Du kannst aber selbst mit deinem Browser den Status Code jeder Ressource in deinem Shop einsehen – bei allen gängigen Browsern geht das über die sog. “Browser Konsole” oder “Entwickler Tools” deines Browsers. Jeder Browserhersteller nennt diese Werkzeuge leicht anders – wir zeigen dir hier exemplarisch wie du an die Browserkonsole in einem Chrome Browser kommst.
- Besuche eine Webseite deiner Wahl und klicke mit einem “Rechtsklick” auf eine freie Fläche der Webseite
- Im sich öffnenden Kontextmenü wähle den Punkt “Untersuchen” aus
- Dein Browser sollte nun die Browserkonsole öffnen – wähle hier bitte den Reiter “Netzwerk” aus und lade die aktuelle Seite neu
- Es öffnet sich eine tabellarische Ansicht aller Ressourcen, die von der aktuellen Seite geladen worden sind oder geladen werden sollten. Die Spalte “Name” gibt den Namen der Ressource an und in der Spalte “Status” siehst du den jeweiligen Status Code der angeforderten Ressource.

Beispiele für Status Codes
Wie weiter oben schon erklärt, erleichtern die Status Codes die Kommunikation zwischen Webserver und Client deutlich. Auch in der Shopentwicklung sind die unterschiedlichen Stati und deren Auswertung wichtig – sei es in der Optimierung von Seitenladezeiten (bspw. wenn der gesamte Ladeprozess deines Shops stockt, weil eine einzige Ressource gesucht, aber nicht gefunden wird) oder in den letzten Prüfungen vor dem Relaunch (bspw. um festzustellen, ob einzelne Ressourcen vergessen worden sind). Die unterschiedlichen HTTP Stati werden von uns oft domainweit untersucht um einen fehlerfreien Betrieb deines Shopware Shops sicherstellen. Nachfolgend geben wir dir daher einige Beispiele für gängige Staus Codes
Definition von HTTP 200 – OK
Wenn eine Ressource erfolgreich vom Browser geladen werden konnte, erscheint in der Spalte “Status” der Status Code “200” und zeigt an, daß es keine Probleme gab und die Ressource erfolgreich geladen werden konnte.
Definition von HTTP 404 – Not Found
Der Status Code “404” bedeutet “Not Found” – die angeforderte Ressource konnte nicht geladen bzw. auf dem Server gefunden werden. Wenn eine ganze Seite in deinem Shopware Shop nicht geladen werden konnte, wird der Server den Browser auf eine “404 Seite” schicken. Viele Webseiten haben für diesen Fall eine spezielle Fehler-Seite “entworfen”, die dem Nutzer helfen soll eine alternative Informationsquelle zu finden. Das können bspw. alternative Produkte eines ausgelaufenen oder nicht mehr erhältlichen Artikels sein oder der Link zur Startseite eines Blogs, wenn ein einzelner Beitrag gelöscht wurde.
Lustige 404 Fehlerseiten
Viele Webseiten- oder Shopbetreiber gestalten diese 404 Fehlerseiten witzig und nutzen sie als Door-Opener beim schmunzelnden Kunden. Wir haben dir nachfolgend mal ein paar witzige Ideen für gut gestaltete 404 Seiten zusammengetragen …
Wenn du auch eine solche 404 Fehlerseite in deinem Shopware Shop haben möchtest, kannst du uns auch gern ansprechen.
Definition von 301 – Moved Permanently
Eine 301-Weiterleitung ist eine permanente Umleitung die den Webserver anweist, Besucher und Suchmaschinen automatisch von einer alten URL zu einer neuen weiterzuleiten. Technisch betrachtet antwortet der Server mit dem Statuscode „301 Moved Permanently“ und gibt dabei die neue Adresse an, unter der die angeforderte Ressource künftig zu finden ist. Dabei funktioniert die 301-Weiterleitung wie ein digitaler Nachsendeauftrag bei der Post – sie sorgt dafür, dass alle Anfragen zuverlässig zum neuen Ziel gelangen.
Wenn du in deiner Browserkonsole nachsiehst ob eine ganze Seite weitergeleitet worden ist achte darauf, daß du in der Spalte “Name” nach der angeforderten Seite suchst und du dir nicht eine einzelne Ressource der Seite ansiehst. In der Spalte “Typ” sollte hier “Dokument” stehen. Üblicherweise ist der erste Eintrag in der Spalte “Name” die angeforderte Seite / das angeforderte Dokument. In unserem Beispiel siehst du, daß die Seite “/fehlerseite” mit einer temporären Weiterleitung (“302” in der Spalte “Status”) geantwortet hat. Direkt darunter siehst du die Seite, auf die weitergeleitet worden ist (in unserem Fall die “seite-nicht-gefunden”, die ihrerseits mit einem HTTP Status “200” geantwortet hat, weil sie eben „gefunden“ werden konnte.
Unterschied zu anderen Redirects (302, 307)
Im Gegensatz zu einer 301-Weiterleitung signalisiert ein 302-Redirect, dass die Adressänderung nur vorübergehend ist. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Indexierung: Bei einer 301-Weiterleitung wird die Zielseite indexiert und in den Suchergebnissen angezeigt, während bei einer 302-Weiterleitung meist die ursprüngliche URL in den Suchergebnissen erscheint – selbst wenn die Inhalte von der Zielseite stammen.
Der 307-Redirect hingegen ist ebenfalls temporär, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Er verhindert Änderungen der HTTP-Methode und wird daher oft als „strengerer Nachfolger“ des 302-Redirects bezeichnet. Diese Variante kommt hauptsächlich bei Serverwartungen oder beim Geotargeting zum Einsatz.
Warum 301 Redirects für SEO entscheidend sind
301-Weiterleitungen sind für deine SEO-Strategie von zentraler Bedeutung. Zunächst einmal signalisieren sie Google und anderen Suchmaschinen, dass eine Seite dauerhaft verschoben wurde. Dadurch wird sichergestellt, dass der PageRank und andere SEO-Werte von der alten auf die neue URL übertragen werden.
Außerdem bieten sie drei wesentliche Vorteile:
- Rankingverluste minimieren: Eine Seite, die bereits gute Positionen in den Suchergebnissen erreicht hat, bleibt auch nach einer korrekt gesetzten Weiterleitung auffindbar.
- Bessere Nutzererfahrung: Besucher landen nicht auf frustrierenden Fehlerseiten und Sackgassen, sondern werden zu den gesuchten Inhalten weitergeleitet.
- Vermeidung von SEO-Verlusten: Ohne 301-Weiterleitungen droht ein kompletter Neustart der SEO-Bemühungen, da die neue Seite ohne die SEO-Power und die Autorität der alten URL beginnen müsste.
Wann und wo sollte man eine 301-Weiterleitung einsetzen?
Es gibt verschiedene Situationen, in denen 301-Weiterleitungen unverzichtbar sind. Diese permanenten Umleitungen helfen, Besucher und Suchmaschinen auf dem richtigen Weg zu halten.
Domainwechsel oder Relaunch
Wenn du den Domainnamen deiner Website änderst oder ein Rebranding mit neuer Domain oder Sub-Domain durchführst, ist eine 301-Weiterleitung unerlässlich. Durch einen korrekten Redirect werden alle SEO-Signale der alten Domain zur neuen übertragen. Dadurch minimierst du das Risiko von Rankingverlusten. Bei einem Domainwechsel musst du Umleitungsregeln für alle URLs deiner alten Domain festlegen und sicherstellen, dass interne Links auch angepasst werden. Eine Weiterleitung bedeutet immer, daß der Server eine gewisse Rechenkapazität braucht. Wenn du deine internen Links nicht korrigierst, wirst du deinem Server also durch das browsen zusätzlichem „Stress“ aussetzen und ihn wohlmöglich unbeabsichtigt verlangsamen. Zusätzlich solltest du die Adressänderung in der Google Search Console mitteilen, damit Google schnell Kenntnis über die neue Domain erhält.
Änderung der URL-Struktur
Bei einer Umstrukturierung deiner Website oder Anpassung der URL-Struktur verhindern 301-Weiterleitungen, dass alte Links ins Leere führen. Dies ist besonders wichtig, wenn du Kategorien in deinem Onlineshop umbenennst oder die gesamte Architektur deiner Website veränderst. Ohne diese Weiterleitungen würden Besucher haufenweise auf frustrierende 404-Fehlerseiten stoßen und möglicherweise deine Website verlassen.
Vermeidung von Duplicate Content
Eine 301-Weiterleitung hilft, doppelten Content zu vermeiden, indem ähnliche Seiten konsolidiert werden. Klassische Beispiele sind Weiterleitungen von „domain.de“ zu „www.domain.de“, von HTTP zu HTTPS oder bei Problemen mit Groß- und Kleinschreibung in URLs. Auch bei mehreren Domains, die du auf eine Hauptdomain bündeln möchtest, sind permanente Redirects essenziell, damit Suchmaschinen nicht verschiedene Versionen derselben Seite indexieren.
Zusammenführung von Inhalten
Wenn du zwei ähnliche Websites oder Seiten zusammenführst, helfen 301-Weiterleitungen dabei, den SEO-Wert beider Seiten zu erhalten. Durch die Konsolidierung von Inhalten unter einer einzigen, maßgeblichen URL überträgst du den Rang und den „Linkjuice“ der Quell-URL auf das neue Ziel. Dies ist besonders nützlich bei Unternehmensfusionen oder Umstrukturierungen.
Fehlerhafte oder veraltete URLs
Bei Inhalten, die nicht mehr relevant sind oder wenn du Seiten dauerhaft löschst, leiten 301-Weiterleitungen Besucher zu alternativen Ressourcen oder deiner Homepage weiter. Anstatt Nutzer auf einer nicht existierenden Seite stranden zu lassen, signalisierst du Suchmaschinen, dass die Relevanz und Autorität der alten Seite auf eine andere relevante Seite übertragen werden soll.
301 Weiterleitung einrichten: Methoden und Beispiele
Die technische Umsetzung von 301-Weiterleitungen kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Je nach deiner Server-Umgebung und technischen Möglichkeiten stehen dir mehrere Methoden zur Verfügung.
301 Redirect mit .htaccess
Die .htaccess-Datei ist eine Serverkonfigurationsdatei für Apache-Webserver, mit der du individuelle Einstellungen pro Verzeichnis vornehmen kannst. Für 301-Weiterleitungen benötigst du einen Apache-Webserver mit aktiviertem mod_rewrite-Modul, was bei den meisten Hostern Standard ist.
Für eine einfache URL-Weiterleitung füge folgenden Code ein:
RewriteEngine On RewriteRule ^verzeichnis/dokument.html$ https://www.domain.de/dokument.html [R=301,L]
Alternativ kannst du auch diese verkürzte Variante verwenden:
RewriteEngine On Redirect 301 /verzeichnis/datei.html https://www.domain.de/neue-datei.html
Beachte dabei, daß zunächst die alte URL und dann – mit einem Leerzeichen getrennt – die neue URL aufgeführt wird. Während du die neue URL mit der gesamten Domain nennst, referenzierst du die alte URL erst ab dem ersten Verzeichnis nach der Domain.
PHP-Weiterleitung
Für eine 301-Weiterleitung mit PHP muss das Quelldokument eine PHP-Datei sein. Platziere diesen Code am Anfang der Datei direkt in den Quelltext:
<?php
header("HTTP/1.1 301 Moved Permanently");
header("Location: https://www.domain.de/neue-seite.php");
header("Connection: close");
?>
Diese Methode eignet sich besonders für einzelne Seiten, ist jedoch für größere Strukturänderungen weniger praktisch, weil du die Weiterleitung immer im weiterzuleitenden Dokument einrichten musst. Es gibt keine tabellarische Auflistung, die du „einfach abarbeiten“ könntest …
Nginx-Konfiguration
Für Websites auf Nginx-Servern werden Weiterleitungen direkt in der nginx.conf-Datei konfiguriert. Der Syntax unterscheidet sich von Apache wie folgt:
rewrite ^/verzeichnis/dokument.html$ https://$host/dokument.html permanent;
Der Begriff permanent signalisiert dabei den 301-Statuscode. Für komplexere Szenarien kannst du auch reguläre Ausdrücke verwenden:
rewrite ^/verzeichnis/(.*)$ https://$host/$1 permanent;
Reguläre Ausdrücke für Massenweiterleitungen
Mit regulären Ausdrücken kannst du effizient zahlreiche URLs gleichzeitig umleiten. Ein praktisches Beispiel für Apache:
RewriteRule ^schlagwort/(.*)$ /kategorie/$1 [R=301,L]
Diese Regel leitet alle URLs von /schlagwort/ zu /kategorie/ um. Der Ausdruck (.*) speichert den Text nach dem Schrägstrich und $1 fügt ihn in die Ziel-URL ein. Bei komplexeren Strukturänderungen sparen dir solche Muster erheblich Zeit und reduzieren die Fehleranfälligkeit.
Fehler vermeiden und Redirects richtig prüfen
301 vs. 302: Wann welcher Typ?
Der entscheidende Unterschied liegt in der Dauer der Änderung: 301-Weiterleitungen sind für permanente Umzüge gedacht und übertragen den SEO-Wert vollständig. Eine 302-Weiterleitung signalisiert hingegen eine temporäre Änderung und sollte nur für vorübergehende Situationen wie A/B-Tests oder saisonale Werbeaktionen verwendet werden. Denn bei einer 302-Weiterleitung bleibt die ursprüngliche URL im Index, während bei einer 301-Weiterleitung die neue URL indexiert wird.
Redirect-Ketten und Schleifen vermeiden
Redirect-Ketten entstehen, wenn eine URL auf eine zweite weiterleitet, die wiederum zu einer dritten führt. Diese verlängern die Ladezeit erheblich und können zu Link-Juice-Verlusten führen. Noch problematischer sind Redirect-Schleifen, bei denen URL A auf URL B und diese wieder zurück auf URL A leitet – ein Albtraum für Crawler und Nutzer.
Tools zur Überprüfung (z. B. SISTRIX, Seobility)
Zur Überprüfung deiner Weiterleitungen eignen sich Werkzeuge wie:
- Screaming Frog SEO Spider für umfassende Redirect-Analysen
- SISTRIX für die SEO-Auswirkungsbewertung
- Das Browser-Plugin „Redirect Path“ für Chrome
- Kostenlose Online-Dienste wie httpstatus.io. Allerdings brauchst du vorher eine Liste der URLs, die du prüfen möchtest – über eine eigene Crawl-Funktion verfügt das Tool nicht.
SEO-Fallen bei Weiterleitungen
Häufige Fehler sind:
- Verwendung von 302 statt 301 bei permanenten Änderungen
- Mehrfache Weiterleitungsketten, die Crawler überfordern
- Veraltete URLs in XML-Sitemaps, die zu Verwirrung führen
- Inkonsistente Weiterleitungen bei Domainwechseln
Best Practices für saubere Umleitungen
Für optimale Ergebnisse solltest du:
- Weiterleitungen regelmäßig überprüfen und dokumentieren
- Direkte Umleitungen von der alten zur endgültigen URL setzen
- Bei Relaunch eine vollständige Redirect-Matrix erstellen
- Die Relevanz zwischen Quell- und Zielseite sicherstellen
Fazit: Weiterleitungen in Shopware einsetzen
301-Weiterleitungen gehören zweifelsohne zu den wichtigsten Werkzeugen im technischen SEO-Bereich. Diese digitalen Nachsendeaufträge sorgen dafür, dass weder Besucher noch Suchmaschinen jemals im Nirgendwo landen. Besonders erfreulich: Google hat inzwischen bestätigt, dass bei 301-Redirects kein PageRank mehr verloren geht – die Linkkraft wird also vollständig vererbt.
Die Wahl der richtigen Weiterleitungsart entscheidet maßgeblich über den Erfolg deiner SEO-Strategie. Während 301-Redirects für dauerhafte Änderungen gedacht sind, eignen sich 302-Weiterleitungen ausschließlich für temporäre Umzüge. Falsche Entscheidungen können dich hier wertvolle Rankings kosten.
Du musst bei der Implementierung besonders auf saubere Umsetzung achten. Redirect-Ketten und -Schleifen führen nämlich zu längeren Ladezeiten und Rankingverlusten. Daher solltest du regelmäßige Überprüfungen mit Tools wie Screaming Frog oder SISTRIX durchführen, um Probleme frühzeitig zu erkennen.
Je nach Server-Umgebung stehen dir verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten zur Verfügung – von .htaccess-Einträgen bis PHP-Code. Für komplexere Strukturänderungen bieten sich zudem reguläre Ausdrücke an, die Massenänderungen erheblich vereinfachen.
Letztendlich dienen 301-Weiterleitungen einem zentralen Zweck: Sie bewahren den SEO-Wert deiner Seiten bei notwendigen Änderungen und sorgen für eine optimale Nutzererfahrung. Mit diesem Wissen kannst du nun selbstbewusst Domainwechsel, Relaunches oder URL-Strukturänderungen durchführen – ohne dabei wertvolle Rankings zu verlieren oder Besucher zu frustrieren.
FAQs
Wie richte ich eine 301-Weiterleitung korrekt ein?
Eine 301-Weiterleitung kann je nach Server-Umgebung unterschiedlich eingerichtet werden. Für Apache-Server nutzt man die .htaccess-Datei mit dem mod_rewrite-Modul. Für Nginx-Server erfolgt die Konfiguration direkt in der nginx.conf-Datei.
Was ist der Unterschied zwischen einer 301- und einer 302-Weiterleitung?
Eine 301-Weiterleitung signalisiert eine permanente Änderung und überträgt den SEO-Wert vollständig. Eine 302-Weiterleitung ist für temporäre Änderungen gedacht und behält die ursprüngliche URL im Index. 301-Weiterleitungen sollten für dauerhafte Umzüge verwendet werden, 302 nur für vorübergehende Situationen.
Wie kann ich Redirect-Ketten und -Schleifen vermeiden?
Redirect-Ketten und -Schleifen sollten unbedingt vermieden werden, da sie die Ladezeit erhöhen und zu SEO-Verlusten führen können. Setze direkte Weiterleitungen von der alten zur neuen, endgültigen URL. Überprüfen deine Weiterleitungen regelmäßig mit Tools wie Screaming Frog oder SISTRIX um Probleme frühzeitig zu erkennen.
Wann sollte ich eine 301-Weiterleitung einsetzen?
301-Weiterleitungen sollten bei Domainwechseln, Relaunches, Änderungen der URL-Struktur, zur Vermeidung von Duplicate Content und bei der Zusammenführung von Inhalten eingesetzt werden. Sie sind auch nützlich, wenn fehlerhafte oder veraltete URLs auf relevante Inhalte umgeleitet werden sollen.
Wie wirken sich 301-Weiterleitungen auf das SEO-Ranking aus?
301-Weiterleitungen übertragen den PageRank und andere SEO-Werte vollständig von der alten auf die neue URL. Google hat bestätigt, dass bei korrekter Implementierung kein PageRank verloren geht. Dies minimiert das Risiko von Rankingverlusten bei notwendigen URL-Änderungen und sorgt für eine bessere Nutzererfahrung.
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